Fotografieren heißt Sehen lernen (Andreas Feininger)

Ein halbes Jahr war ich in England, genauer gesagt in der alten und traditionellen Universitätsstadt Oxford, die etwas eineinhalb Fahrstunden nordwestlich von London. Und wie letztere liegt die 150.000 Einwohnerstadt am Fluss Themse, der in Oxford allerdings “Isis” nach dem lateinischen Thamesis genannt wird.

Ihren Spitznamen, City of Dreaming Spires, hat die Stadt dem englischen Dichter Matthew Arnold (1822-1888) und dessen Gedicht Thyrsis zu verdanken. Inspiriert von den kunstvoll gebauten Universitätsgebäuden mit ihren spitzenförmigen Verzierungen, den Spires, schrieb er die folgenden Zeilen:

And that sweet city with her dreaming spires,
She needs not June for beauty’s heightening,
Lovely all times she lies, lovely to-night!

Das untenstehende Bild ist Anfang Dezember des letzten Jahres aus der Kuppel des Sheldonian Theaters entstanden. Die große Kuppel im Hintergrund ist die Radcliffe Camera, die heute zur Bodleian Library, der zweitgrößten Bibliothek Englands, gehört und als Lesesaal fungiert. Der Kirchturm rechts neben der Radcliffe Camera gehört zur Universitätskirche St. Mary The Virgin, vom Turm selbst hat man einen wundervollen Ausblick über die Stadt. Der große Gebäudekomplex vorne ist das Hauptgebäude der Bodleian Library. Links unten kann man die Bridge of Sighs erkennen.

Nicht zuletzt kann man die vielen Spires sehen, die der Stadt wie gesagt ihren Namen gaben.

Olympus E-620 | ZD 9-18mm | 9 mm | f 8 | 1/80s | ISO 400 | 06.12.2010

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